Jahresmitgliederversammlung der Fernwalder Grünen

18. Dez 2011 | Autor: Heike Habermann | abgelegt in Pressemitteilungen

Ende November hatten Fernwalds Grüne laden zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in den Sitzungssaal in der Ratsschänke in Steinbach eingeladen.

Vor den Berichten aus den jeweiligen Fraktionen gab Heike Habermann, Vorsitzende der Grünen in Fernwald, einen Überblick über die Risiken der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln: In einer kurzen Präsentation erklärte sie, wie die fremden Gene in die jeweiligen Pflanzen eingeschleust werden, welche Untersuchungsergebnisse mittlerweile vorliegen und welche noch zu liefern wären. Auch wurde angesprochen, welcher Nutzen dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft zugesprochen wird. „Dabei stehen einem noch zu beweisenden Nutzen eindeutige Risiken gegenüber“, so das Fazit von Heike Habermann. „Einmal freigesetzt, sind gentechnisch veränderte Keime nicht mehr rückholbar; die langfristigen Auswirkungen kaum erforscht. So handele man gemäß dem Motto: „Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir fangen schon einmal an“. „Mittlerweile gibt es schon Produkte im Handel, auf denen vermerkt ist, dass sie ohne Gentechnik hergestellt wurden. Die Verbraucher müssen also einmal mehr auf das Kleingedruckte achten und notfalls auch das eine oder andere Produkt einfach im Verkaufsregal stehen lassen.“

Im Anschluß an den Vortrag und die daraufhin folgende lebhafte Diskussion folgte der Bericht des Vorstands – Heike Habermann verwies hierbei darauf, dass vieles gemeinsam in zahlreichen Treffen besprochen würde und die Arbeit zwischen Fraktion und Ortsverband eng verzahnt sei. „Dies ist für beide Seiten von großem Wert“, sagt sie. „Man tauscht sich aus, diskutiert und kommt zu einem Ergebnis, das von allen getragen werden kann“. Um die „große Politik“ nicht aus den Augen zu verlieren, wolle man auch im kommenden Jahr wieder einen Bundestagsabgeordneten nach Fernwald einladen, um aus erster Hand Informationen aus Berlin zu erhalten.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands zogen die Grünen ein Fazit aus acht Monaten Arbeit in den Gremien. Sylvia Voigt, Fraktionsvorsitzende in der Fernwalder Gemeindevertretung, berichtete über Grüne Anträge sowie gemeinsame Anträge mit den anderen Fraktionen. „In einem spannenden halben Jahr ist Bewegung in Fernwalds Politik gekommen“, sagt sie. Am deutlichsten sei die Veränderung auf 6 gemeindeeigenen Dächern zu sehen auf denen noch in diesem Jahr neuinstallierte Fotovoltaik-Anlagen ans Netz gehen und für die Gemeinde Energiekosten sollen. „Dies reicht uns allerdings nicht,“ so Sylvia Voigt weiter. „Wir verfolgen ein Gesamtkonzept, das sich aus den drei Komponenten Einsparungen, Effizienzsteigerungen und dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie zusammensetzen soll. Bis spätestens 2020 wollen wir in Fernwald so viel erneuerbare Energie erzeugen, wie verbraucht wird“. Für Kinder und Jugendliche soll in und um die Fernwaldhalle herum der Weltkindertag mit vielen interessanten Angeboten aus Vereinen, Verbänden, Kirchen und gemeindlichen Institutionen begangen werden. Der Tag soll auch in den folgenden Jahren für die Kinder stattfinden und dabei den Erwachsenen die Gelegenheit ermöglichen, die Meinungen und Interessen der Fernwalder Kinder kennenzulernen. Für das kontrovers diskutierte Gebiet hinter der Fernwaldhalle stellen sich die Grünen ein Ensemble aus Seniorenheim, anderen sozialen Einrichtungen, einem Ärztezentrum und Einzelhandel vor. Der Haushalt der Gemeinde wird anlässlich des hohen Schuldenstands weiterhin kritisch begleitet.

 Bernd Voigt diskutiert

Beisitzer Bernd Voigt in der Diskussion

 

 

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