Der Landkreis Giessen gentechnikfrei?

Die Absicht ist vorhanden, denn:

Es geschah am 5. September 2012…
Die Kreistagsfraktionen Gr├╝ne, SPD und Freie W├Ąhler hatten sich auf den folgenden Text geeinigt:

Keine Agrogentechnik im Landkreis Gie├čen
Der Landkreis Gie├čen unterst├╝tzt die Bem├╝hungen von Landwirten, Imkern und der

Lebensmittelwirtschaft, auf den Einsatz gentechnisch ver├Ąnderter Organismen (GVO)
zu verzichten.
Nur durch einen solchen Verzicht kann die Entscheidungsfreiheit f├╝r die Verbraucher,
sich zuverl├Ąssig mit gentechnikfreien Nahrungsmitteln zu versorgen, bewahrt werden.
Der Landkreis Gie├čen will diese Entscheidungsfreiheit der Verbraucher sichern
– durch die Unterst├╝tzung der hiesigen landwirtschaftlichen Strukturen beim Verzicht
auf den Einsatz gentechnisch ver├Ąnderter Organismen, auch im Tierfutter, mithilfe
von entsprechender Information, soweit dies in seinem Einflussbereich liegt.
Die Landwirte sollen auf die M├Âglichkeit der freiwilligen Selbstverpflichtung (wie z.B.
die Selbstverpflichtungserkl├Ąrung des BUND Gie├čen) zum gentechnikfreien Anbau
hingewiesen werden. Dazu sollen entsprechende Gespr├Ąche mit dem Bauernverband
Gie├čen/Wetzlar/Dill e.V. gef├╝hrt werden.
Verpachtungen von Dienstleistungen (z.B. Betrieb von Kantinen) sollen unter der
Pr├Ąmisse erfolgen, dass, so weit erkennbar, ausschlie├člich gentechnikfreie Lebensmittel
angeboten werden.
Begr├╝ndung:
Die Mehrheit der bundesdeutschen Bev├Âlkerung lehnt gentechnisch ver├Ąnderte Lebensmittel ab. Der Anteil der Produkte aus regionaler Vermarktung erf├Ąhrt so gro├čen Zulauf, dass sogar die hessische Landesregierung ├╝ber ein ,Regionalfenster auf Lebensmitteln“ nachdenkt. Grund hierf├╝r ist das wachsende Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in regional erzeugte Produkte, denen mehr Qualit├Ąt zugesprochen und mit denen sich identifiziert wird. Auch im Landkreis Gie├čen ist dies zu beobachten: Immer mehr Lebensmittel werden als ,von hier“ deklariert, zudem findet
sich auf immer mehr regionalen Lebensmitteln das Etikett Ohne Gentechnik“ als positive Kennzeichnung.

Im Ausschuss f├╝r Umwelt, Naturschutz und Abfallwirtschaft wurde dieser Text einstimmig (!) verabschiedet, inklusive der Stimmen der CDU. Der Landwirt und ┬áKreistagsabgeordnete Manfred Paul (CDU) regte sogar noch eine kleine ├änderung an, so dass die Abstimmung einheitlich verlief. Umso unverst├Ąndlicher, dass in der anschlie├čenden Beratung im Kreistag gerade Herr Paul eine flammende Rede gegen diesen Antrag hielt. Selbige Rede schloss er mit den Worten: „Wir lehnen diesen Antrag ab!“

Damit befand sich die CDU in einer Reihe mit der FDP (die den Antrag gar nicht erst zulassen wollte) und – den Piraten (die Linke war zu diesem Zeitpunkt schon aus der Sitzung verschwunden). Dennoch: Mit den Stimmen von FW, SPD und uns Gr├╝nen nat├╝rlich wurde der Antrag so verabschiedet, und nun ist es amtlich: Der Landkreis Giessen will gentechnikfrei werden.

Wir Gr├╝nen im Kreistag werden genau verfolgen, was aus dieser Absichtserkl├Ąrung wird – aber immerhin: Ein Anfang ist gemacht!

Tempo 30 f├╝r mehr Leben!

So ist eine Aktion des Verkehrsclub Deutschland VCD ├╝berschrieben.
Im Text heisst es weiter:
„2011 sind 225.105 Personen in deutschen St├Ądten und Gemeinden verungl├╝ckt. Zum ersten Mal seit 20 Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen: im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent. Das ist nicht hinnehmbar. Das Recht auf k├Ârperliche Unversehrtheit erfordert wirksame Ma├čnahmen.

Tempo 30 rettet Leben und verhindert Unf├Ąlle

Das verdeutlicht der Bremsweg eines Autos: Mit 30 km/h stoppt das Auto nach nur 13 Metern, bei Tempo 50 ist das Auto wegen der Reaktionszeit nach 13 Metern noch in voller Fahrt. Die Unfallfolgen sind verheerend und enden in acht von zehn F├Ąllen t├Âdlich!
Trotz der zunehmenden Akzeptanz und trotz der Erkenntnisse der Verkehrswissenschaften weigert sich die Bundesregierung jedoch noch immer, Tempo 30 als inner├Ârtliche Regelgeschwindigkeit festzusetzen.“

M├Âchten Sie auch, dass innerorts Tempo 30 gilt? Dann unterst├╝tzen Sie bitte die Aktion des VCD hier – besten Dank!