In 2013 hatten wir ganz schön harte NĂŒsse zu knacken….

hoernchenWir danken allen, die uns dabei geholfen haben!

2014 wird sicherlich ein spannendes Jahr, in dem wir auch weiterhin die Geschicke Fernwalds kritisch und konstruktiv begleiten werden.

 

 

Wir wĂŒnschen allen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern unserer Gemeinde ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr!
Gemeindevertreter/innen und Ortsverband von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen in Fernwald

 

 

 

 

Antrag an die Gemeindevertretung zur Unterrichtung der Gemeindevertretung ĂŒber den Haushaltsvollzug 2014

Antrag: Unterrichtung der Gemeindevertretung ĂŒber den Haushaltsvollzug 2014

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,fĂŒr die Sitzung der Gemeindevertretung am 10. Dezember 2013 möchte ich Sie bitten, nachstehenden Antrag unserer Fraktion in die Tagesordnung aufzunehmen.

Die Gemeindevertretung möge beschließen:
Der Gemeindevorstand wird gebeten, die Gemeindevertretung ĂŒber den Haushaltsvollzug 2014 mindestens in den Sitzungen vom Juli (22. 07.2014) und vom Oktober (07.10.2014) zu unterrichten.
Dazu ist fĂŒr den Ergebnis und Finanzhaushalt auf Produktebene eine GegenĂŒberstellung der Planwerte 2014, der Istwerte 2013 und 2012 mit den aktuellen Istwerten 2014 vorzulegen. Ferner sind wesentliche Abweichungen auf Kostenstellenebene sowie im Stellenplan zu erlĂ€utern.

BegrĂŒndung:
Die Notwendigkeit der mindestens zweimaligen Unterrichtung ergibt sich aus §28 Gemeindehaushaltsverordnung. Mit diesem Antrag wollen wir dem Gemeindevorstand eine Jahresplanung seiner AktivitÀten erleichtern.

Ein Mehraufwand fĂŒr die Verwaltung ist nicht beabsichtigt und entsteht aus unserer Sicht nicht, sofern die ohnehin notwendigen Buchungen im System zeitnah erfolgen. Das ist ohnehin geboten und allein schon zur internen Budgetkontrolle notwendig.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Sylvia Voigt

Neue Atomwaffen in Deutschland

Nach Berichten des Spiegel könnten in Deutschland demnĂ€chst neue Atomwaffen stationiert werden! Neue Atombomben, „mit besseren FĂ€higkeiten“ stehen den USA zur VerfĂŒgung bzw. sollen noch entwickelt und gebaut werden. So könnten die derzeit in Deutschland gelagerten „alten“ Atombomben, sogenannte Freifallende Bomben zum Abwurf aus Flugzeugen (Modell B61) könnten dann zu „modernen Lenkwaffen“ umgerĂŒstet werden. Zuvor gab es eine Anfrage, auch von den GrĂŒnen, an die Bundesregierung die noch erklĂ€rt hatte, dass es bei der Modernisierung der Bomben nicht darum gehe „neue Waffen oder neue militĂ€rische FĂ€higkeiten“ zu schaffen. Persönlich, wenn auch als Laie schĂ€tze ich die angedachten Modifikationen aber sehr wohl so ein. Die Vereinigten Statten lagern, wie auch der Spiegel berichtet, schon sein den 50er Jahren Atombomben in Deutschland. Wie lange nicht bekannt war, waren auch in Fernwald-Albach jahrelang Atomwaffen stationiert. Angeblich sind aktuell „bis zu 20 Bomben“ in der Eifel stationiert. Ich finde diese Massenvernichtungswaffen mĂŒssen raus aus Deutschland! Martin Tasci-Lempe

Glyphosat-Verbot: Bundesrat unterstĂŒtzt Forderungen des Umweltinstitut MĂŒnchen

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Glyphosat findet man auch in Fernwald, wie man an dem oberen Feld gut sehen kann.

Das Umweltinstitut MĂŒnchen meldet in seinem neuesten Newsletter:
Der Bundesrat hat die Regierung in Berlin dazu aufgefordert, die Vorerntespritzung mit Glyphosat sowie den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich zu verbieten. Die LĂ€ndervertretung unterstĂŒtzt damit die Umsetzung der Sofortmaßnahmen, die bislang mehr als 100.000 Menschen in unserer Onlineaktion gefordert haben.
Ilse Aigner hatte es in ihrer Amtszeit nicht geschafft, den Verbraucherschutz ĂŒber die GeschĂ€ftsinteressen von Monsanto zu stellen – obwohl sich auch in Deutschland in zunehmendem Maße RĂŒckstĂ€nde des Giftes in Mensch, Tier und Umwelt finden.

Der Beschluss des Bundesrats ist ein erster wichtiger Schritt, wir fordern außerdem:

  • Ein generelles Verbot von glyphosathaltigen Pflanzengiften
  • Einen Importstopp fĂŒr genmanipulierte Lebens- und Futtermittel, die routinemĂ€ĂŸig mit hohen Mengen an glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln behandelt werden
  • Eine lĂŒckenlose, staatliche Überwachung unserer Lebens- und Futtermittel

Glyphosat, das im Herbizid „Roundup Ready“ der Fa. Monsanto enthalten ist, findet seinen Einsatz auch bei gentechnisch verĂ€nderten Pflanzen – diese wurden so manipuliert, dass ihnen das Gift nichts anhaben kann. Alles Andere stirbt ab. Jedoch entwickeln die BeikrĂ€uter im Laufe der Zeit Resistenzen gegen den Wirkstoff, so dass immer mehr und in immer abenteuerlicheren Kombinationen gespritzt wird.

Jahrzehntelang wurde behauptet, Glyphosat sei ungefĂ€hrlich bei sachgerechter Anwendung. Dass es ĂŒber die Nahrungskette auch beim Menschen ankommt, wird eindrucksvoll in der ZDF-Dokumentation „Das tĂ€gliche Gift“ gezeigt. Das Umweltinstitut MĂŒnchen hat an der Erstellung des Beitrages mitgewirkt. Die spannende Reportage können Sie in der ZDF-Mediathek online ansehen.

– unterstĂŒtzen Sie die Arbeit des Umweltinstituts –  die ersten Erfolge zeichnen sich ab!
Hier geht’s zur Online-Aktion

 

Keine Heimkehr!

Fukushima: Es gibt kein zurĂŒck!

Erstmals hat ein Vertreter der japanischen Regierung „die Katze aus dem Sack gelassen“ und „die Karten auf den Tisch gelegt“:

Es gibt kein ZurĂŒck nach Fukushima.
Noch heute wohne Menschen in „Übergangslagern“ und warteten auf Ihre Heimkehr.

Asahi Shimbun gab nach Medienberichten nun erstmals zu, dass „wohl nicht alle FlĂŒchtlinge“ der Super-GAU-Atomkatastrophe von 2011 in Ihre HĂ€user und Heimat zurĂŒck gehen können.

Von der Presse wird er weiter zitiert: “ Es wird eine Zeit kommen zu sagen: Ihr könnt nicht mehr dort hin zurĂŒck, aber ihr erhaltet EntschĂ€digung.“.

Nun muss die Regierung die Gebiete benennen welche das betrifft.
Betroffen sind 150.000 Menschen. Diesen war die RĂŒckkehr in Aussicht gestellt worden.

Immer kommt die Frage: „Wollen Sie eine PlastiktĂŒte?“

MĂŒll VerbotBei Facebook gibt es eine Aktion in der Zeit bis Weihnachten auf PlastiktĂŒten beim Einkauf zu verzichten. Ich werde es versuchen. Stoffbeutel hab ich schon lĂ€nger – trotzdem nimmt man immer wieder gern die PlastiktĂŒte welche einem bei Shopping angeboten wird an… schade, aber nur eine Frage der Gewohnheit.
Der Schaden fĂŒr die Umwelt ist dabei aber erheblich! Pro Kopf, so Statistiken, werden in einigen LĂ€ndern 400 PlastiktĂŒten pro Jahr verbraucht. In Deutschland angeblich 71 TĂŒten pro Kopf und Jahr.
Die EU denkt inzwischen sogar darĂŒber nach den enormen Rohstoffverbrauch und den Umweltschaden mit Steuern auf die TĂŒten, Strafabgaben oder sogar Verboten zu ahnden.
Solange hilft aber, allen die eben nicht verzichten wollen, PlastiktĂŒte aufheben und mehrmals benutzen.
Und selbst eine mehrmals benutzte „alte“ TĂŒte taugt immer noch als MĂŒllbeutel.

Genmais, die Zweite

So hatte Mitbewerber Monsanto bereits vor Jahren eine Genehmigung fĂŒr den Mais „MON810“ erhalten, wird dieser aber aktuell fast ausschließlich in Spanien angebaut.

In acht anderen EU MitgliedslÀndern, darunter auch Deutschland, wurde eine Ausnahmeregelung genutzt um den Anbau zu verbieten.

Auch BASF hatte eine Gen-Kartoffel auf den Markt gebracht und verkauft. Hier lief der Verkauf aber offenbar so schlecht, das dieser bereits eingestellt ist. Ob diese Kartoffel aber doch wieder den „heimlichen“ Weg auf den Markt findet bleibt sicher abzuwarten.

Am letzten Mittwoch war von der EU ein anderer Genmais aus dem Monsanto Konzern zugelassen worden. Dieser darf in der EU zwar nicht angebaut, sehr wohl aber als Futtermittel importiert werden. Ins Essen der Menschen kommt er somit „durch die HintertĂŒr“ dennoch.

 

 

Genpflanzen

Anfang der Woche waren die Nachrichten gute: Erstmals wurden weniger genmanipulierte Pflanzen in Deutschland angebaut. Nun folgen schlechte Nachrichten: Die EuropĂ€ische Union konnte noch vor der nĂ€chsten Aussaat im FrĂŒhjahr 2014 einen Gen-Mais mit der Bezeichnung „1507“ freigeben. Die hierfĂŒr notwendige Beschlussvorlage ging am Mittwoch, den 06.November an den Rat der Mitgliedsstaaten. Beobachter erwarten, dass es keine Mehrheiten gegen den Genmais geben wird. Damit mĂŒsste die EU die erste Gentechnik-Anbauzulassung seit ĂŒber drei Jahren erlauben. Aktuell gibt es nur eine manipulierte Maissorte mit Zulassung. Zumindest gilt diese aber nicht fĂŒr Deutschland.
Der Zulassungsantrag kommt mal nicht von Monsanto, sondern der US Saatgutfirma Pioneer Hi-Bred.
Der Antrag wird wohl in der Sitzung am 13. Dezember behandelt. So könnte dieser Tag ein schlechter fĂŒr die Menschen in der EU werden, welche sich ĂŒber die gentechnische VerĂ€nderung von Pflanzen sorgen.
So ist die Kennzeichnung von gentechnischen Erzeugnissen in der EU nicht ausreichend. Muss unverarbeiteter Gen-Mais entsprechend gekennzeichnet sein, so ist dieser als Bestandteil, zum Beispiel von Fertiggerichten oder Schokoriegeln nicht kennzeichnungspflichtig.

Mehr dazu von Martin HĂ€usling MdEP

Siehe auch Genmais, die Zweite

Störfall in AKW Neckarwestheim: RadioaktivitÀt ausgetreten

Necker-Westheim-400Im Atomkraftwerk Neckar­west­heim 2 in Baden-WĂŒrt­tem­berg ist es zu einem er­höh­ten Austritt von Radio­ak­ti­vitĂ€t gekommen. Ende Ok­to­ber war die ĂŒber den Kamin in die Umwelt ab­ge­gebene Ra­dioa­ktivi­tĂ€t auf das 23-fache des „Normal­wertes“ gestiegen. Somit gelangte ein Vielfaches in die Umwelt und belastet die Umgebung des AKW.
Schon zuvor war es zu einigen Pannen am Reaktor gekommen wie der Tagespresse jetzt zu entnehmen ist:
Am 23. September ging der Atommeiler fĂŒr eine Revision vom Netz. Dabei stellte der Betreiber EnBW fest, dass eine Einrichtung am NotkĂŒhlsystem defekt ist. Mit diesem Fehler hĂ€tte es bei einem Unfall im laufenden Betrieb zu einem Ausfall der NachkĂŒhlkette kommen können, welche schlimmste Folgen befĂŒrchten lĂ€sst!
Am 25. Oktober musste der Block dann wegen eines defekten Brennelements erneut heruntergefahren werden.
Dieser Schade war offenbar die Ursache fĂŒr den massiven Anstieg der RadioaktivitĂ€tswerte.
Normal kommt es beim Tausch der Brennelemente zu einem Anstieg auf das doppelte des „Normalwertes“.
Am 26.10 stieg der Wert aber auf das Vierfache. Das AktionsbĂŒndnis Energiewende Heilbronn vermeldete dies unter Berufung auf offizielle Messungen.
Zum 27.10 erreichte man dann den 23-fachen Wert. 7,244 Milliarden Becquerel pro Stunde!
EnBW meinte dann aber das klinge nach viel, sei es aber nicht…..
Viele Menschen glauben, dass die „laschen Grenzwertregelungen“ fĂŒr die erhöhte Kinderkrebsrate um AKWs verantwortlich sind.

Auch am RWE-Atomkraftwerk Lingen kam es in der letzten Oktoberwoche zu einem Zwischenfall. Nach einem Ölbrand musste es vom Netz genommen werden.

Damit nicht genug: Am bulgarischen AKW Kosloduj ist es zu einem Defekt an einer Rohrleitung der Reaktorturbine gekommen. Auch hier musste abgeschaltet werden.
Ob es auch in diesen beiden FĂ€llen zum vermehrten Ausritt von Strahlung gekommen ist, wurde leider nicht bekannt.

Antrag an die Gemeindevertretung zur Aufhebung des Beschlusses der 13. Sitzung der Gemeindevertretung vom 16. April 2013 zum Verkauf des Festplatzes

Antrag: Aufhebung des Beschlusses der 13. Sitzung der Gemeindevertretung vom 16. April 2013 zum Verkauf des Festplatzes

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
fĂŒr die kommende 16. Sitzung der Gemeindevertretung am 29. Oktober 2013 möchte ich Sie bitten, nachstehenden Antrag in die Tagesordnung aufzunehmen.

 Die Gemeindevertretung möge beschließen:
Der Beschluss der 13. Sitzung der Gemeindevertretung vom 16. April 2013, TOP 13, zum Verkauf von GewerbeflĂ€chen im Gebiet des Bebauungsplanes „Oppenröder Straße“ wird aufgehoben.

BegrĂŒndung:
Der Verkauf von ca. 12.000 qm FlĂ€che (Festplatz) sollte laut Beschluss zur Umsetzung des vom Investor vorgestellten Bauprojektes (Ansiedlung eines Fachmarktzentrums) dienen. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, einen stĂ€dtebaulichen Vertrag vor dem Verkauf der FlĂ€che mit dem Investor abzuschließen.

Dazu ist es bis heute nicht gekommen. Stattdessen ist vorgeschlagen worden, einen Drogeriemarkt und einen Discounter in Annerod zu errichten, da in Annerod derzeit kein Nahversorgungsangebot vorhanden ist.
Seitens des BĂŒrgermeisters ist darauf hingewiesen worden, dass sich die WĂŒnsche nach je einem Fachmarktzentrum in Annerod und in Steinbach gegenseitig neutralisieren und ein solches nur in Annerod oder in Steinbach realisiert werden könne.
Daher ist nach unserer Ansicht die Grundlage fĂŒr den o.g. Beschluss entfallen, und er sollte aufgeho­ben werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Sylvia Voigt

Neues AKW in SĂŒdindien am Netz

Kurzmitteilung

Auch Indien hat in dieser Woche ein neues Atomkraftwerk ans Netz genommen. Der Reaktor Kudankulam im Bundesstaat Tamil Nadu speist nach Medienberichten seit Dienstag Strom ins indische Netz ein. So passierte nun doch, was ĂŒber Jahre fraglich war. Die Inbetriebnahme hatte sich um Wochen und Monate verzögert weil Anwohner und UmweltschĂŒtzer dagegen vorgegangen waren. Auch vor Gericht scheiterten diese aber. Der mit russischer Hilfe gebaute Reaktor steht direkt am Meer und das in einer Region die im Jahr 2004 vom Tsunami getroffen wurde, was wie schließlich weltweit bekannt, auch den Blöcken in Fukushima zum VerhĂ€ngnis wurde!

… unzureichend beantwortet

Keine-Auskunft-400
Welche Unternehmen hat die Gemeinde mit Planungs- und Vergabeaufgaben wie oben beschrieben beauftragt, auf welchen Kostenstellen finden sich die dazugehörigen Kosten verbucht und wie hoch waren diese?

Das war eine Frage der GrĂŒnen Fraktion an den BĂŒrgermeister fĂŒr die Fragestunde der Sitzung der Gemeindevertretung am 27. August 2013. Im Protokoll vermerkt ist, dass die Verwaltung bereits mit der Beantwortung beauftragt sei.

Acht Wochen spÀter kommt die magere Antwort:

„Sehr geehrte Frau Voigt,
bezugnehmend auf Ihre Anfrage waren bisher nachfolgende FachbĂŒros regelmĂ€ĂŸig im
Auftrag des Gemeindevorstandes fĂŒr die Gemeinde Fernwald tĂ€tig:
IngenieurbĂŒro Zick-Hessler, Wettenberg
IngenieurbĂŒro Pitplan GmbH, Fernwald
PlanungsbĂŒro Kolmer & Fischer, Linden
PlanungsbĂŒro Seifert, Linden
ArchitekturbĂŒro Ehrenspeck, Fernwald
Eine Aufstellung der durchgefĂŒhrten Projekte bzw. Arbeiten, der anteiligen Kosten sowie der KostensteIlen und Investitionsnummern können wir in der KĂŒrze der Zeit nicht liefern. Wir hoffen Ihnen hiermit gedient zu haben.“

Acht Wochen hat der Verwaltungschef gebraucht, um herauszubekommen, dass er regelmĂ€ĂŸig mit den gannten BĂŒros zusammenarbeitet. Mehr weiß er noch nicht. Das ist unzureichend.

Aufgrund Ă€hnlicher VorfĂ€lle hatten wir uns im FrĂŒhjahr an die Kommunalaufsicht gewandt. Daraufhin hat die LandrĂ€tin den BĂŒrgermeister und den Gemeindevorstand schriftlich auf ihre Antwortpflichten gegenĂŒber der Gemeindevertretung hingewiesen.

 

Wer etwas zu verbergen hat, lÀsst sich nicht gern befragen.

Fragen Sie unsNorbert HĂ€ring, Ökonomie-Korrespondent des Handels­blatts berichtet in der Aus­gabe vom 24. Oktober 2013 ĂŒber eine Studie von drei Wirtschafts­forschern der Harvard UniversitĂ€t und der London School of Economics. Es geht um Analysten­kon­feren­zen, in denen Unter­nehmens­chefs Auskunft ĂŒber ihr Unternehmen geben und Fragen von Analysten beantworten. Da soll es vorkommen, dass manche Unternehmen im Vorfeld dafĂŒr sorgen, dass vornehmlich Analysten mit wohlmeinenden Fragen zum Zuge kommen und so Kritisches gar nicht erst zur Sprache kommt.

Aber, und das fanden die Forscher heraus: hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Unternehmen, die nur wohlmeinende Fragen zulassen, sind weniger erfolgreich als Unternehmen, die gerne auch kritische Fragen beantworten. Wer etwas zu verbergen hat, der lÀsst sich nicht gern kritisch befragen.

Was hat das mit Gemeindepolitik zu tun? Nun, eigentlich gar nichts, denn Gemeinden und StĂ€dte sind keine Aktienunternehmen. Doch beobachtet man immer wieder, dass in manchen Gemeinden kritische Fragen gar nicht gern gesehen sind und vom Gemeinde- oder Stadtoberhaupt ganz ungnĂ€dig aufgenommen und selten ausfĂŒhrlich beantwortet werden. In anderen Kommunen hingegen verursachen auch kritischste Fragen keine Aufregung.

Wenn Kommunen Aktiengesellschaften wĂ€ren, wessen Aktien wĂŒrden Sie eher kaufen?

Atom teurer als Erneuerbare !

Selbst wenn man die Risiken von Atomstrom komplett ausblendet und mal so wahnsinnig wÀre anzunehmen, dass Strom aus Atomkraftwerken sicher ist: Wirtschaftlich gesehen ist es immer noch die falsche Entscheidung!
Strom aus dem AKW ist sogar teurer als der als teuer verschriene Strom aus Photovoltaikanlagen, also Solarstrom.
Hier wird aktuell in Deutschland eine EinspeisevergĂŒtung von 9,88 Cent je Kilowattstunde bezahlt.
Wie bereits berichtet, plant Großbritannien fĂŒr Atomstrom zukĂŒnftig knappe 11 Cent je Kilowattstunde zu bezahlen!
Mit 5 bis 9 Cent je Kilowattstunde wird fĂŒr Windenergie ohnehin wesentlich weniger fĂ€llig!
Warum aber bekommt der Kernkraftwerkbetreiber diese ungewöhnliche Summe zugestanden?
Nun, das ist ganz einfach: Durch die hohen Baukosten fĂŒr AKWs nach neuestem Sicherheitsstand wĂŒrde sich der Bau fĂŒr die privaten Investoren ansonsten nicht rechnen.
Aktuell versucht Großbritannien mit diesem Vorgehen dafĂŒr zu sorgen, dass das Projekt Hinkley Point ĂŒberhaupt zu Stande kommt und nicht wie (glĂŒcklicher Weise) einige andere Projekte von AKW-Neubauten in Russland und vielleicht Polen „auf Eis gelegt“ werden.
FĂ€llig sind nach aktuellem Wissenstand fĂŒr ein neu gebautes AKW immerhin „schlappe“ 8 Milliarden Euro!
„Lernen“ mussten dies zuletzt auch die Finnen. Hier wird seit Jahren neu gebaut. Angesetzt waren hier 3 Milliarden. Verbaut sind aber bis zur Fertigstellung rund 5,5 Milliarden Euro mehr!
Die nötige Sicherheit wird man sich aber fĂŒr „kein Geld der Welt“, also fĂŒr keine noch so unvorstellbare Summe erkaufen können.
SpĂ€testens an dieser Stelle sollten die Investoren doch ĂŒber den Bau von Solar- und Windkraftanlagen nachdenken. Klare „Plusunkte“ fĂŒr die Erneuerbaren! Strahlendes Minus fĂŒr Atomstrom!

Großbritannien genehmigt AKW Neubau

Erstmals nach mehr als 20 Jahren wird nun in Großbritannien ein neues Atomkraftwerk gebaut.
Fukushima ist noch immer tĂ€glich in den Schlagzeilen. Die Probleme an den GAU-Reaktoren bekommen die Japaner nicht in den Griff. Hunderttausende Liter belastetes Wasser stehen in Tanks daneben und versickern im Erdreich, fließen ins Meer. Immer neue Rekorde bei den Strahlungswerten gehen durch die Medien.
Und was passiert zeitgleich in der EU? – GB baut ein neues Risiko fĂŒr die Menschen!
Standort soll Hinkley Point werden. Bleibt zu hoffen, dass wir damit nicht schon den neuen Namen eines Tschernobyl oder Fukushima kennengelernt haben.
Interessant ist aber noch etwas anderes:
Der Strom, welcher hier produziert werden soll ist nicht mal wirtschaftlich! Fast 11 Cent werden dem zukĂŒnftigen Betreiber pro erzeugte Kilowattstunde als Festpreis garantiert! Eine Inflationsanpassung mit einer Laufzeit von 35 Jahren gibt es noch obendrauf.
Damit liegt der Preis höher als das, was wir aktuell fĂŒr eine Kilowattstunde zu zahlen haben.
Ja, es ist auch mehr als aktuell fĂŒr Strom aus den erneuerbaren Quellengezahlt wird!
Bei alledem behauptet die Regierung sogar noch, dass das AKW ohne staatliche ZuschĂŒsse gebaut wird und somit keine Steuergelder ausgegeben werden.
Diese Behauptung ist durch die EinspeisevergĂŒtung von knapp 11 Cent natĂŒrlich unwahr, passiert diese doch damit ĂŒber die Laufzeit des AKW quasi „in Raten“.
Gebaut wird das strahlende Kraftwerk von dem französischen Energiekonzern EDF.
Zwei Druckwasserreaktoren sollen entstehen und bis 2023 ans Netz gehen.
Deutschland plant den Atomausstieg und wenn wir es hoffentlich geschafft haben, dann geht England gerade wieder neu ans Netz. 60 Jahre könnte der Neubau dann Strom und seine strahlenden BrennstĂ€be produzieren um die Baukosten zu erwirtschaften. 2083 schreiben wir dann. Von BrĂŒckentechnologie kann dann wohl beim besten Willen keine Rede mehr sein.
ErgĂ€nzen wird die Anlage dann zwei aktive Reaktoren die dort bereits stehen. Diese produzieren gerade einmal 1% des Stroms in Großbritannien. 7% Prozent sollen es dann ab 2023 sein.
Mit im Boot ist dann wohl nach aktuellem Stand auch die chinesische „General Nuclear Power Group“ und die „China National Nuclear Corporation“.
Nun, wenn das AKW dann im Super-GAU die Gegend verstrahlt und wieder tausende Menschen leiden, dann sind die Investoren in China weit weg. FĂŒr uns EuropĂ€er wird es dann trotzdem unser eigenes Fukushima sein. Bei der Bevölkerungsdichte keine rosigen Aussichten.
Damit ist aber das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Bis 2030 mĂŒssten einige Reaktoren in GB abgeschaltet werden weil diese zu alt sind. Sieben, vielleicht acht neue AKWs sollen diese noch bis dahin ersetzen!
Wir haben nichts gelernt!