Klimawandel??? Erderwärmung??? Wo es doch seit Wochen viel zu kalt ist?

Alles stöhnt ĂĽber die derzeitigen Temperaturen – zu recht, wie wir meinen. Auch wir haben die Nase voll von Kälte, Schnee, Wolken und sehnen den FrĂĽhling und die Sonne herbei. – Im Internet kursiert die deshalb seit einiger Zeit die Diskussion, dass der Klimawandel ja wohl reine Panikmache und von Erderwärmung nichts zu spĂĽren sei.

Dabei ist, redet man von Klimawandel, der globale Anstieg der Temperaturen zu betrachten, das heisst, die Temperatur unseres gesamten Planeten. Und die steigt. Klimaforscher weisen darauf hin, dass dies nicht bedeutet, dass wir hier in Deutschland in absehbarer Zeit unter Palmen flanieren werden, sondern dass durch diesen Anstieg extreme Wettersituationen gehäuft auftreten werden.

Das Umweltinstitut München liefert eine weitere Erklärung für die derzeitige Wetterlage:
In seinem aktuellen Newsletter weist es unter der Überschrift Sauwetter dank Klimawandel darauf hin, dass unser frostiges Wetter paradoxerweise mit der globalen Erwärmung zusammen hängt. Denn diese begünstigt nach Ansicht des Umweltinstituts kalte Winter in Europa, wie eine jüngst erschienene Studie des Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, belege. Der Grund: Die großen Eisflächen in der Barentssee schmelzen. Dadurch bilde sich ein Hochdruckgebiet über dem Polarmeer, das Kaltluft nach Europa lenkt. Die derzeitige Wetterlage sei damit ein unangenehmer Vorbote künftiger Wetterextreme.

2 kalte Winter machen also noch lange keine Eiszeit…..
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Wir wünschen ein schönes Osterfest, das Sie hoffentlich trotz Kälte, Schnee und Wind genießen können!

Infos, wie Sie auch nicht nur in Nestern, sondern beispielsweise auch in Nudeln „versteckte“ Eier erkennen können, finden sich hier nach einer Anfrage der GrĂĽnen Bundestagsfraktion an die Lebensmittelhersteller

 

LMV mit Listenaufstellung

Liebe GrĂĽne! Am 22. September wählen wir. Die Hessen gleich zwei Parlamente! Daher möchte ich hier noch einmal dafĂĽr werben: Komm auf die Landesmitgliederversammlung (LMV) am 20. April. Wir aus dem Landkreis GieĂźen, also auch aus unserem grĂĽnen Kreisverband (!) haben zwei Kandidaten auf der vorletzten KMV „nominiert“. Christian Otto und Alex Wright wollen in den Landtag einziehen. Damit das aber auch klappt, ist es wichtig, dass wir Sie auf der LMV, die findet glĂĽcklicher Weise auch noch in GieĂźen statt (!), unterstĂĽtzen. Damit können wir Sie auf einen aussichtsreichen Listenplatz „befördern“. Es wäre doch klasse, wenn wir es schaffen „zwei von uns“ in den Landtag zu bekommen. FĂĽr den Kreisverband wäre das eine tolle Leistung. Also, komm und sei dabei, am 20.04 ab 10 Uhr in der Kongresshalle in GieĂźen.

„Jetzt muss ich doch noch etwas dazu sagen“ …. Fernwalder Ausschuss­turbulenzen

Astbruch - Rechtsbruch-400Die Grüne Fraktion hatte einen Antrag für die nächste Sitzung der Gemeinde­ver­tretung beim Vorsitzenden der Gemeindevertretung  eingereicht und gleichzeitig gebeten, diesen im nächsten Haupt- und Finanzausschuss zu beraten. Der Vorsitzende des HFA hat den Antrag auch auf die Tagesordnung gesetzt.

Zu Beginn dieses Tages­ord­nung­spunkts standen dann wieder einmal die Juristen der SPD auf, wedelten mit einem Gutachten des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, das im vorletzten Jahr aus einem ganz anderen Anlass einmal erstellt worden war, und riefen aus, dass dieser Punkt hier nicht behandelt werden dürfe.

Die anderen Fraktionen waren irritiert und schritten gleich zur Abstimmung. Dann kam die Ăśberraschung. Die Vertreter der SPD verweigerten ein weiteres Mal die Teilnahme an der Abstimmung. Ein Vertreter der SPD sprang auf, stĂĽrmte zum Tisch des Ausschussvorsitzenden, warf ein Blatt Papier auf den Tisch und rief aus: „Die SPD beteiligt sich nicht an rechtswidrigen Abstimmungen!“

Haltungsnote 1, auch stimmlich gut geprobt. Inhaltlich daneben.

Die Fraktionsvorsitzende der GrĂĽnen meldete sich zu Wort mit der etwas resignierten Bemerkung „Jetzt muss ich doch noch etwas dazu sagen…“

Nachfolgend geben wir den Text der Rede wieder:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr BĂĽrgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
zwei Fragen sind hier durch Juristen der SPD Fraktion aufgeworfen worden:

1. Rechtliche Bedenken im Hinblick auf ein Gutachten, das Herr Dr. Horn seinerzeit angefordert hatte.
2. Inhaltliche Bedenken, weil diese Angelegenheit eindeutig in den Kompetenzbereich des Gemeindevorstands fiele.

Erlauben Sie bitte mir dazu Stellung zu nehmen.
Lassen Sie mich mit dem zweiten Punkt beginnen, ihre inhaltlichen Bedenken. Unser Petitum für die Gemeindevertretung am 16. April 2013 lautet, ich darf zitieren, „Der Gemeindevorstand wird beauftragt, unverzüglich Gespräche mit dem Kreis aufzunehmen, mit dem Ziel, sich der Personalservicestelle anzu­schließen.“ Und der Gemeindevorstand wird beauftragt, uns über diese Gespräche zu berichten.
Das angegebene Ziel, nämlich der Anschluss an die Personalservicestelle, berührt die Frage, ob wir auch weiterhin alles im eigenen Hause tun müssen, oder ob wir uns in größerem Maße als bislang der interkommunalen Zusammenarbeit an­schlie­ßen sollten. Es geht dabei um die allgemeinen Grundsätze, nach denen die Verwaltung geführt werden soll. Darüber zu beschließen ist eine originäre Aufgabe der Gemeinde­vertretung, die nicht übertragen werden kann. (Lesen Sie dazu ruhig  §51 Punkt 1 in der HGO nach.)

In einem Artikel der Zeitschrift fĂĽr Landes- und Kommunalrecht Hessen | Rheinland-Pfalz | Saarland vom Ende des vergangenen Jahres kommt Herr Dr. Horn selbst zu folgender Erkenntnis:
Bei Anträgen an die Gemeindevertretung kommt dem Vorsitzenden kein inhaltliches Prüfungsrecht bei der Festsetzung der Tagesordnung zu. Der Vorsitzende ist verpflichtet, frist- und formgerechte Anträge auf die Tages­ord­nung zu setzen. Und das ist gut zu wissen. Besonders bemerkenswert finde ich folgenden Satz, den ich nun wörtlich zitiere:

„Der Vorsitzende steht in der Regel der politischen Mehrheit nahe. Wird ihm ein materielles Prüfungsrecht eingeräumt, besteht zumindest die Gefahr, dass missliebige Anträge der Minderheit bereits vor Aufstellung der Tagesordnung unberücksichtigt bleiben.“
Soweit Herr Dr. Horn. Dem können wir nur zustimmen.

Erlauben Sie mir nun, zwei abschließende Sätze zu dem angesprochenen Gutachten anzufügen: Dieses Gutachten passt schon deshalb nicht, weil die Ausgangssituation eine völlig andere ist. Es geht hier nicht darum, Beschlüsse der Gemeindevertretung auszuführen, das ist unstrittig die Aufgabe des Gemeinde­vorstands, sondern es geht darum einen Beschluss vorzubereiten, der dann vom Gemeindevorstand auszuführen wäre, wie ich gerade eben erläutert habe. Dazu schreibt unsere Geschäftsordnung vor, dass zur Vorbereitung einer Entscheidung der Gemeindevertretung der Vorsitzende der Gemeindevertretung gleichzeitig Anträge an den zuständigen Ausschuss verweist, wenn die Antragstellerin dies ausdrücklich verlangt, und das haben wir getan.

Ein letztes Wort: was glauben Sie denn, werte Kolleginnen und Kollegen der SPD Fraktion, wie die Anträge des Gemeindevorstands hier auf diese Tagesordnung gekommen sind? Genau auf dem beschriebenen Wege, weil in der HGO und in unserer Geschäftsordnung Gemeindevertreter, Fraktionen, Gemeindevorstand und Bürgermeister genau dieselben Antragsrechte besitzen, aber eben nicht darüber hinausgehende.

Und wenn Sie das nicht glauben, dann holen Sie doch ein weiteres Gutachten ein.

Ă–ffentlich!

Ă–ffentlichkeitAusschussitzung in Fernwald: eine gemeinsame Sitzung zweier AusschĂĽsse. Diesmal waren es der Haupt- und Finanzausschuss und der Auschuss fĂĽr Bauen, Umwelt und Verkehr.

Auf Anregung der Grünen Fraktion hatten die Ausschussvorsitzenden (Jan-Eric Walb und Ulrike Bell-Rieper) beschlossen, den auf Vorschlag des Bürgermeisters nicht-öffentlichen Tagesordnungpunkt alt  08. Verkauf von Gewerbeflächen im Gebiet des Bebauungsplanes “Oppenröder Straße” in zwei Teile aufzuspalten:

  1. einen öffentlichen, der die geplante Aufhebung des Beschlusses der Gemeindevertretung vom 25.10.2011 bezĂĽglich seniorengerechtes Wohnen und soziale Belange im gesamten Gebiet der „Oppenröder StraĂźe“ im Ortsteil Steinbach zum Gegenstand haben sollte und
  2. einen nicht-öffentlichen, bei dem es um den Verkauf von Gewerbeflächen im Gebiet des Bebauungsplans Oppenröder Straße gemäß Vorlage Nr. 49 gehen sollte.

Leider taten sich die anwesenden Mitglieder der SPD etwas schwer mit der Öffentlichkeit. Wieder einmal war es die Stunde der Juristen, die die geänderte Tagesordnung nicht akzeptieren wollten. Am Dienstag war die neue Tagesordnung jedem Ausschussmitglied sowie dem Gemeindevorstand zugestellt worden. Zu kurze Ladungsfrist! hieß es. Den Ausschussvorsitzenden focht das nicht an. Schließlich hatte er die bereits zugestellte Beschlussteile neu geordnet und nicht neue Punkte zur Tagesordnung hinzugefügt. Bennemann und andere schreiben dazu in ihrem Kommentar zur HGO, der sinngemäß auch für Ausschusssitzungen gilt:

Bis zum Beginn des Tages der Sitzung der Gemeindevertretung ist der Vorsitzende verantwortlich fĂĽr den Umgang mit der Tagesordnung, insbesondere fĂĽr ihre Ă„nderung. Dieses Recht gibt er mit der Eröffnung der Sitzung an die – dafĂĽr erforderlichen Mehrheiten der – Gemeindevertretung ab. Ab diesem Zeitpunkt gelten andere Regeln, während zuvor das Vorsitzende Mitglied weitestgehende Gestaltungsfreiheiten hat, ist ab der Eröffnung der Sitzung eine Mehrheits­ent­scheidung fĂĽr Ă„nderungen der Tagesordnung erforderlich.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen erklärte noch einmal ihren Standpunkt:

Wir haben seinerzeit diesen Beschluss öffentlich beraten und öffentlich gefasst. Wir sollten auch über seine Aufhebung in öffentlicher Sitzung beraten und dann in der Gemeindevertretung auch in öffentlicher Sitzung entscheiden.  Das ist unsere Meinung dazu.

Schön war, dass der Tagesordnungspunkt öffentlich beraten wurde. Eine deutliche Mehrheit votierte schließlich dafür, den Plan eines Seniorenzentrums hinter der Fernwaldhalle aufzugeben. Einzig die Grünen waren dagegen.

Leben mit der Energiewende: Ein ganzer Kinofilm frei zum Anschauen

In Fukushima fällt der Strom aus – der Sarkophag von Tchernobyl ist am Bröckeln, die Fässer in der Asse modern weiter vor sich hin, und der RĂĽckbau von Atomanlagen kostet Millionen. Hier fragt niemand nach, wer dies bezahlt.
Seit Monaten schon findet jedoch eine Panikmache ĂĽber die Kosten der Energiewende statt. – Im Film „Leben mit der Energiewende“ räumt der Journalist Frank Farenski damit auf: Er hat einen Film ĂĽber die Energiewende gedreht – als Open-Source Produktion.

Dies bedeutet:
Alle Inhalte und Medien dieser Website sind frei nutz- und verfügbar. Es kann gerne verlinkt werden. Die Filme dürfen heruntergeladen und frei genutzt werden, inkl. Kürzungen und Umschnitte. Der barrierefreie Zugang ist wesentlicher Teil des Konzepts für den Film „Leben mit der Energiewende“. Daher gibt es keinerlei urheberrechtlichen Beschränkungen. Rechtfreigabe offiziell neben den Download-Buttons.

LEBEN MIT DER ENERGIEWENDE – DER GANZE KINOFILM – VERSION 1.1

Frank Farenski stellt sich vor:
„Ich bin unabhängiger TV-Journalist und 46 Jahre alt. Seit vielen Jahren arbeite ich fĂĽr das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Auf meiner Website www.newslab.de finden sich viele Arbeitsproben aus meinen Filmen und ich habe dort auch meine Philosophie erläutert. Generell gesagt: Ich mache das, was ein guter Journalist leisten soll: Aufklärung fĂĽr das Publikum. Nichts anderes!

Leben mit der Energiewende-400Die Filmvorführungen finden in der Regel zu einem Preis von 0,0168 € statt, also die Erhöhung der EEG-Umlage 2013.

Wenn auch Sie sich diesen sehenswerten Film anschauen und damit die Energiewende unterstützen wollen, können sie sich ihn hier herunterladen.

Wir wĂĽnschen viel SpaĂź und neue Einsichten beim Anschauen!

 

20. März 2013, 19:30 öffentliche Ausschusssitzung

Der Haupt- und Finanzausschuss tagt gemeinsam mit dem Ausschuss fĂĽr Bauen, Umwelt und Verkehr im Sitzungssaal der Fernwaldhalle.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

A. Ă–ffentlicher Teil
01. Bebauungsplan „Oppenröder StraĂźe“;
hier: Präsentation zur Errichtung eines Fachmarktzentrums im Bereich des Festplatzes
im Ortsteil Steinbach;
Gäste: Herr Bender, Firma Weimer, Lahnau und Herr Deubel, Firma GAB GmbH,
Wettenberg
02, Antrag der Fraktion „BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen“ vom 07. März 2013;
hier: Teilnahme an der IKZ Personalabrechnung
03. Entwurf des Teilregionalplans Energie Mittelhessen;
hier: Stellungnahme der Gemeinde Fernwald gemäß Vorlage Nr. 46
0 4, 2, Satzung zur Änderung der Friedhofssatzung gemäß Vorlage Nr, 47
hier: a. Ă„nderung der Gestaltungsvorschriften
b. Alternative Bestattungsmöglichkeiten „Rasenurnengräber“
05. Neuwahl eines Schiedsmanns und des stellvertretenden Schiedsmanns fĂĽr den
Schiedsamtsbezirk Fernwald gemäß Vorlage Nr. 48
06. Antrag der Fraktion „BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen“ vom 24. Januar 2013;
hier: Umgang mit dem Haushalt
07. Verschiedenes
B. Nichtöffentlicher Teil
08. Verkauf von Gewerbeflächen im Gebiet des Bebauungsplanes „Oppenröder StraĂźe“
gemäß Vorlage Nr. 49

Der Solarpark geht voran — ebenso die BĂĽrgerbeteiligung durch Sonnenland!

Auch bei kaltem Wetter und Schnee wird fleißig weiter am Solarpark in Albach gebaut.IMG_3150-aDie Zeichnungsfrist bei Sonnenland e.G. für die Bürgernbeteiligung endet am 31. März 2013. Der erwartete Zinssatz für die direkte Projektbeteiligung beträgt 4,0% bei Erwirtschaftung des gutachterlich errechneten Ertrags.  Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Komponente. Informationsmaterial kann direkt bei Sonnenland angefordert werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region können sich postalisch oder am besten formlos durch Email an  info@sonnenland-eg.de unter Angabe von vollständiger Adresse und Höhe des Beteiligungswunschs bewerben.

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Der Lebenszyklus des kommunalen Haushalts

Prozesse Gemeindehaushalt-600Der Lebenszyklus des kommunalen Haushalts kann in drei Phasen eingeteilt werden:

  1. Erstellung und Genehmigung
  2. HaushaltsfĂĽhrung und ggf. Nachtragshaushalt
  3. Nachbetrachtung (Jahresabschluss, RechnungsprĂĽfung und Entlastung des Gemeindevorstands)

Fristen

FĂĽr die einzelnen Phasen setzt die HGO unterschiedliche Fristen. Die nachfolgene Darstellung unterstellt, dass Haushaltsjahr und Kalenderjahr identisch sind.

Phase A wird abgeschlossen durch das Vorlegen des beschlossenen Haushalts bei der Rechnungsprüfung. Hier verlangt die HGO in §97 Absatz 4, dass dies spätestens im November  vor Beginn des Haushaltsjahres erfolgen solle. Bennemann weist in seinem Kommentar darauf hin, dass sollen eher ein müssen sei und schon gewichtige Gründe für eine Abweichung vorliegen müssten.

Phase B ist auf natürliche Weise beschränkt auf das Haushaltsjahr selbst. Ein gegebenenfalls notwendiger Nachtragshaushalt ist unverzüglich, aber auf jeden Fall bis zum Ende des Haushaltsjahres zu beschließen (§98 HGO).

Phase C endet mit der Entscheidung über die Entlastung des Gemeindevorstands. Hier verlangt §114 HGO, dass dies spätestens bis zum 31. Dezember des zweiten auf das Haushaltsjahr folgenden Jahres geschieht. Für das Haushaltsjahr 2010 hätte diese Entscheidung beispielsweise bis zum 31. Dezember 2012 stattfinden müssen.

Teilregionalplan Energie Mittelhessen

Karte Fernwald TRP Energie-Wind-400Seit Anfang des Jahres befindet sich der Entwurf des Teilregionalplans Energie Mittel­hessen in der Offen­legung. Die Offenlegung endet am 20. März 2013. Bis zum 4. April  2013 können Anregungen und Bedenken schriftlich bei der Oberen Landesplanungsbehörde, Regierungspräsidium Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 1-7, 35390 Gießen oder in elektronischer Form vorgebracht werden. Näheres findet sich auf den Seiten des Energieportals Mittelhessens.

Der vorgelegte Entwurf brachte einige Überraschungen. So gehört die Gemeinde Fernwald zu den wenigen Kommunen, bei denen über 10% der Gesamtfläche für Windkraftanlagen geeignet sein könnte. Dies sind die rot umrandeten Gebiete im Kartenausschnitt, die sogenannten Vorranggebiete zur Nutzung der Windernergie. Durch den Teilregionalplan Energie soll die Errichtung von Windkraftanlagen auf solche Vorrangebiete beschränkt bleiben.

Aus unserer Sicht bietet sich dazu eher das auf der Karte markierte 61 ha große Gebiet rund um den Höhler Berg an. Hier könnte es zu einer weiteren erfolgreichen interkommunalen Zusammenarbeit insbsondere mit Lich und Pohlheim kommen. Vergleiche dazu auch den Steckbrief für dieses Areal.

Die blau umrandeten Flächen stellen VorbehaltsgebietefĂĽr Photovoltaik-Freiflächenanlagen dar. Photovoltaik-Freiflächenanlagen (wie etwa der Solarpark Albach) dĂĽrfen nur in solchen Vorbehaltsgebieten oder aber in Vorranggebieten Industrie und Gewerbe errichtet werden. Auf der Karte kann man deutlich die Deponie in Albach und auch das ehemaige Treibstoffdepot der Bundeswehr im Bereich der „Hohen Warte“ erkennen. Auf dem Gelände des ehemaligen Treibstoffdepots plant die Stadt GieĂźen durch einen privaten Investor eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit insgesamt 5.500 Kilowatt peak errichten zu lassen. Zum Vergleich: der Solarpark Albach hat eine Größe von 4.500 Kilowatt peak, ist also etwa 18% kleiner.

In der Regionalversammlung haben alle Fraktionen zum Teil heftige Kritik geübt. Gemeinsam haben die Fraktionen insbesondere folgende drei Punkte bemängelt, die sich alle auf die restriktiven Anforderungen für Vorranggebiete Windkraft beziehen:

1. Die Vorgabe einer Windgeschwindigkeit von mindestens 5,75 m/s in 140m Höhe für Voranggebiete.

Im alten Entwurf waren hier 5,5 m/s als Grenze gesetzt worden. Die Regionalversammlung hält diese Grenze für angemessener. Auch ist das Gutachten des TÜV Süd, auf dem die Windgeschwindigkeitsangaben basieren, verschiedentlich heftig kritisiert worden.

2. Natura 2000-Gebiete (vgl. Wikipedia), sind von den Vorranggebieten Wind grundsätzlich ausgeschlossen worden.

In ihren Leitlinien zum Umgang mit Natura 2000 Gebieten hält die EU-Kommission fest, dass der Einsatz von Windenergie in Natura-2000-Gebieten nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei. Die Projekte müssten jedoch auf Einzelfallbasis bewertet werden.

3. Ausschluss des Repowering (Ersatz bestehender veralteter Windkraftanlagen durch leistungskräftigere neue Anlagen) in Natura 2000-Gebieten.

Insbesondere für Repowering Projekte sollten Einzelfallbetrachtungen durchgeführt werden, schon deswegen, um die Belange des Naturschutzes gegenüber  Bestandsschutzaspekten abwägen zu können.

 

 

 

Krebsrate bei Kleinkindern in Fukushima deutlich erhöht!

Das AKW Fessenheim am Grand Canal d’Alsace, in den 1970er Jahren erbaut, liegt nur ca. 25km entfernt von Freiburg

Die aktuelle Presse berichtet ĂĽber eine deut­lich höhere Krebs­rate in Fukushima. Leider trifft es besonders Kleinkinder. Man habe die Gefährdung offenbar unterschätzt, so steht es in Meldungen wel­che ich ĂĽber die dpa in deutsche Zeitungen gefunden haben. Die Er­hebungen stammen von der Organisation „Inter­natio­nale Ă„rzte fĂĽr die VerhĂĽtung des Atom­krieges“.

Zunächst sei bemerkt, dass ich es gut finde, dass sich diese Menschen mit dem Thema befassen und so etwas herausfinden und bekannt machen.
Aber ich muss mich doch darĂĽber wundern: Warum ist das eine Schlagzeile?
Wir mussten nicht damit rechnen, dass das passiert – wir konnten fest davon ausgehen!
Warum hat die Menschheit die Ereignisse um Tschernobyl schon vergessen. Auch hier hat der Krebs, besonders Schilddrüsenerkrankungen, tausende Kinder krank gemacht. Viele von ihnen sind gestorben. Haben gelitten, bis es soweit war. Ganze Krankenhäuser und ambulante Zentren wurden eingerichtet. Die Folgen bemerkt man noch heute.
Warum also wundert uns, dass es in Fukushima nun passiert?
Umso jĂĽnger der Mensch, umso mehr Zellteilung, also desto größer die Gefahr einer „Entartung“ in krebskranke Zellen. Ă„ltere Menschen haben meist mehr „GlĂĽck“. Die Zellteilung ist langsamer, der Krebs bricht seltener aus (leider auch weil die Menschen „rechtzeitig“ vorher versterben).
Wieder ist die Frage: Warum wundert es uns?
Etwas neu ist allerdings die Erkenntnis, dass auch Ungeborene geschädigt werden!
Wirklich? Nein! Es muss uns nicht wundern, hat doch jeder schon die Bilder von „Tschernobyl-Kindern“ mit Fehlbildungen gesehen.
Aber zum GlĂĽck vergessen wir – Gerne! – Und schnell!
Mein Lamento macht die Kinder nicht gesund aber wir sollten daran denken, daran denken, wenn wieder ein AKW am Netz bleibt oder gar ein neues gebaut werden soll.
Deutschland steigt aus! Noch!?
Frankreich nicht. Frankreich ist nah! Das AKW Fessenheim liegt nur etwa 25 km von Freiburg entfernt
Die TĂĽrkei plant ein AKW. Einen Neubau!
Macht nichts – wir vergessen ja – schnell. Morgen, da steht das schon nicht mehr in der Zeitung.
Aber wenn das nächste AKW in den Super-Gau kommt, dann erinnern wir uns und das Entsetzen ist groĂź! Und wenn dann ein oder zwei Jahre später, wir haben es ja schon vergessen, was geschah, in der Zeitung seht, dass viele Klinkinder krank geworden sind,dann sind wir betroffen und vielleicht sogat traurig. Traurig, dass ein so junges Leben so schlimm beginnt und ein junger Mensch eines nicht haben wird: Eine Zukunft. Aber das macht nichts, denn….wir – vergessen – ….schnell!

Wir bauen einen Solarpark

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Mit Hochdruck wird an der Fertigstellung des Solarparks auf der ehemaligen Albacher Deponie gearbeitet. Überall hämmert und klopft es, werden neue Module herangeschafft und installiert. Ende März soll der Solarpark ans Netz gehen. Die Fernwalder Gemeindevertretung hatte in ihrer Januarsitzung grünes Licht für die Errichtung des Parks gegeben mit 50% kommunaler Beteiligung sowie einer Bürgerbeteiligung von 20%.

IMG_0945a-600Die Nennleistung des Parks beträgt rund 4.500 Kilowatt peak. Davon könnten etwa 1.200 Haushalte jährlich mit Strom versorgt werden. Die Gemeinden Buseck, Wettenberg, Lich, Linden und Pohlheim wollen sich mit jeweils 5% an der Betreibergesellschaft beteiligen. Fernwald selbst wird 25% halten. Damit ist die kommunale Seite zu 50% am Solarpark beteiligt. Darüber hinaus gibt es für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über die Sonnenland e.G. am Solarpark zu beteiligen. Sonnenland ist mit 20% am Solarpark beteiligt. Die restlichen 30% teilen sich die Firmen LoEnsys (Lück-Gruppe aus Lich), Wagner Solar aus Coelbe (die den Solarpark errichten) sowie die Stadtwerke Gießen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich selbst noch beteiligen wollen, können sich direkt an Sonnenland wenden (info@sonnenland-eg.de).

Das Projekt halten wir für eine gute Sache. Die Wertschöpfung bleibt durch die dezentrale Energieerzeugung in der Region. So profitieren alle davon, Kommunen, Bürgerinnen und Bürger und heimische Unternehmen. Jetzt freuen wir uns auf ganz viel Sonnenschein!

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