Erfolg im Kampf gegen Genpflanzen

Teenager im RapsfeldBeharrlichkeit und ein langer Atem zahlen sich aus!
Das Umweltinstitut MĂŒnchen e.V. berichtet in seinem neusten Newsletter, dass nach jahr­zehnte­lang­en Aus­ein­ander­set­zungen um Gentechnik-Frei­land­ver­suche von ZuckerrĂŒben bis Weizen es in Deutschland 2013 aller Voraussicht nach keine Frei­setzungen gen­mani­pu­lierter Pflanzen geben wird. Nun gelte es, die anderen LĂ€n­der zu ĂŒberzeugen und den Import genmanipulierter Lebens- und Futtermittel zu verhindern.

Das Umweltinstitiut setzt sich seit Jahren mit seinen Kampagnen fĂŒr gentechnikfreie Lebens. und Futtermittel ein. Anbei drei Antworte  auf hĂ€ufig gestellte Fragen.

Ist die Gentechnologie nicht einfach eine moderne Form der ZĂŒchtung?

Nein. Bei der klassischen ZĂŒchtung können nur Arten miteinander gekreuzt werden, die mehr oder weniger miteinander verwandt sind. Die Artengrenze setzt dem ZĂŒchter eine natĂŒrliche Barriere. Die Gentechnologie hebt die Artengrenzen auf. Durch sie ist es möglich, Gene vom Menschen auf den Fisch oder von Bakterien auf die Pflanze etc. zu ĂŒbertragen. Dabei wird auch im Gegensatz zur klassischen ZĂŒchtung die Reihenfolge der Gene verĂ€ndert. Das fremde StĂŒck Erbgut wird irgendwo in das neue Erbgut eingefĂŒgt. Der Gentechniker kann noch nicht steuern, an welchem Ort und in welcher Anzahl das neue StĂŒck integriert wird.

Was ist GrĂŒne Gentechnik?

Die GrĂŒne Gentechnik bezieht sich nicht auf die Politik der GrĂŒnen Partei, sondern erhielt ihre Bezeichnung durch die Anwendung bei Pflanzen, der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor. Ein geschickter Schachzug: Auch ĂŒber die EinfĂŒhrung des Begriffs „Kernenergie“ wurde der Atomenergie in den 80er Jahren das Bombenimage genommen.
Es werden drei große Anwendungsbereiche unterschieden:

  1. Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor (GrĂŒn)
  2. Medizin (Rot)
  3. Umweltsektor (Grau)

Diese drei Bereiche werden in der Öffentlichkeit gerne auch als Rote, GrĂŒne und Graue Gentechnik bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind keine fest definierten Begriffe.

Was ist ein gentechnisch verÀnderter Organismus (GVO)?

Unter „Organismen“ versteht der Gesetzgeber alle biologischen Einheiten, die sich vermehren und ihr Erbgut ĂŒbertragen können (§ 3 GenTG). Also Viren, Bakterien, Pilze, Pflanzen und Tiere. Einen gentechnisch verĂ€nderten Organismus definiert der Gesetzgeber als: „ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verĂ€ndert worden ist, wie sie unter natĂŒrlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natĂŒrliche Rekombination nicht vorkommt.“

Warum ist die Gentechnologie eine Risikotechnologie?

Bei der Gentechnologie handelt es sich um eine sehr junge Wissenschaft, die noch in den Kinderschuhen steckt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Erkenntnisse bekannt werden. HĂ€ufig werden einstige Dogmen widerlegt. Viele Prozesse sind noch nicht verstanden. Das Einbringen von GenstĂŒcken in fremdes Erbgut ist bisher nicht steuerbar und vieles ist dem Zufall ĂŒberlassen. Bei der Manipulation am Erbgut werden aber fundamentale Steuerprozesse des Lebens verĂ€ndert. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier Fehler gemacht werden, ist sehr hoch. Die Folgen sind unabsehbar, nicht zu kontrollieren und unumkehrbar.
Die Auswirkungen solcher VerÀnderung sind weder rÀumlich noch zeitlich zu ermessen. Zu wenig verstehen die Wissenschaftler noch von ökologischen und evolutionÀren Prozessen. Aber einmal in die Umwelt freigesetzt, entziehen sich lebende Organismen der Kontrolle. Im Gegensatz zu Chemikalien vermehren und bewegen sie sich. Im Fall einer GefÀhrdung kann nicht garantiert werden, dass eine Ausbreitung und Vermehrung verhindert werden kann. Es wird erwartet, dass SchÀdigungen selten direkt erkennbar sind. Erst nach Jahren der Freisetzung von GVO werden SchÀdigungen feststellbar sein. Eine Umkehrung ist dann nicht mehr möglich.

Ist es gefÀhrlich, wenn GVO in die Umwelt entkommen?

Das Ökosystem ist ein komplexes Netzwerk verschiedener Organismen, die sich in Millionen Jahren miteinander entwickelt haben. So entstehen relativ stabile Gleichgewichte. Werden nun fremde Lebewesen in das System eingebracht, so kann das gravierende Störungen zur Folge haben. Das ökologische Gleichgewicht kann bis zum Zusammenbruch destabilisiert werden. Ein bekanntes Beispiel sind die Kaninchen in Australien. Eingeschleppt vom Menschen und ohne natĂŒrliche Feinde, haben sie sich schnell zu einer unbeherrschbaren Plage entwickelt.
Auch GVO mĂŒssen in einem Ökosystem als Fremdlinge betrachtet werden. Sie wurden im Labor ohne Bezug zur Umwelt entwickelt. Mit neuen Eigenschaften wie Resistenzen gegen Fressfeinde oder verĂ€nderter Nahrungsverwertung können sie einheimische Arten verdrĂ€ngen. In einem Computermodell haben Wissenschaftler errechnet, dass nur 60 transgene Fische mit kĂŒnstlichem Wachstumshormon in der Lage sind, eine Population von 60.000 Fische innerhalb von 40 Generationen zu vernichten.

Weiter Informwww.umweltinstitut.orgationen finden sich auf der Webseite des Umweltinstituts MĂŒnchen unter www.umweltinstitut.org.

Antrag an die Gemeindevertretung zur Teilnahme an der IKZ Personalabrechnung

Antrag: Teilnahme an der IKZ Personalabrechnung

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
fĂŒr die Sitzung der Gemeindevertretung am 16. April 2013 möchte ich Sie bitten, nachstehenden Antrag unserer Fraktion in die Tagesordnung aufzunehmen.

Ferner bitte ich Sie gemĂ€ĂŸ GeschĂ€ftsordnung §14 Absatz 4 Punkt 2, diesen Antrag gleichzeitig an den zustĂ€ndigen Ausschuss zu verweisen. Unserer Ansicht nach wĂ€re dies der HFA und wir bitten daher, diesen Antrag zur nĂ€chsten Sitzung des HFA am 20. MĂ€rz 2013 auf die Tagesordnung zu setzen.

Schließlich bitten wir darum, fĂŒr die Ausschusssitzung zu diesem Tagesordnungspunkt einen kompetenten Vertreter des Landkreises einzuladen, der das Angebot des Kreises vorstellen und erlĂ€utern kann.

Zur Information haben wir als Anlage die diesbezĂŒgliche Beschlussvorlage fĂŒr den Kreistag (beschlossen am 12. November 2012) sowie die Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Landkreis und den bislang teilnehmenden StĂ€dten und Gemeinden Laubach, Staufenberg und Wettenberg beigelegt.

Die Gemeindevertretung möge beschließen:
Der Gemeindevorstand wird beauftragt, unverzĂŒglich GesprĂ€che mit dem Kreis aufzunehmen mit dem Ziel, sich der Personalservicestelle anzuschließen. FĂŒr die nĂ€chste Sitzung der Gemeindevertretung wird der Gemeindevorstand gebeten, Bericht zu erstatten und diesen im HFA am 12. Juni 2013 zur Beratung vorzulegen.

BegrĂŒndung:

Die Personalservicestelle des Landkreises stellt aus unserer Sicht eine win-win Situation dar, sowohl fĂŒr die Gemeinde Fernwald als auch den Landkreis Gießen und unterstĂŒtzt insbesondere die notwendigen BemĂŒhungen zur Haushaltskonsolidierung. Auf der Webseite des Landkreises Ă€ußert sich die LandrĂ€tin dazu wie folgt:

„Durch die Übertragung von standardisierten Personalverwaltungsaufgaben auf den Landkreis wird auf beiden Seiten der Verwaltungsaufwand gesenkt, das hierfĂŒr vorgehaltene Personal in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen kann somit an anderer Stelle fĂŒr andere Aufgaben eingesetzt werden.“

 Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Sylvia Voigt